Sexuelle Gesundheit zu fördern bedeutet Prävention vor sexueller Gewalt

Die Definition der World Human Organisation (WHO) zur sexuellen Gesundheit setzt eine positive und respektvolle Haltung zu Sexualität und sexuellen Beziehungen sowie die Möglichkeit, angenehme und sichere sexuelle Erfahrungen zu machen voraus. Sie soll frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt sein. Sexuelle Gesundheit lässt sich nur erlangen und erhalten, wenn die sexuellen Rechte aller Menschen geachtet, geschützt und erfüllt werden. Mir liegt dieser ganzheitliche Blick auf die sexuelle Gesundheit sehr am Herzen. Vor allem in Bezug auf die Schwächeren in unserer Gesellschaft - z.B.  Menschen, die in Institutionen leben - ist die Diskrepanz zwischen dem Schutz vor sexuellen Übergriffen und der Wichtigkeit, lustvolle Erfahrungen mit sich und dem Gegenüber machen zu dürfen eine zentrale, spannende und herausfordernde Aufgabe.

Vorträge, Workshops und Konzeptarbeit vor Ort

Sexualität in Institutionen, Vereinen und Gemeinschaften braucht eine Sprache. Nähe und Distanzthemen werden oft aus Unsicherheit und Befangenheit tabuisiert und todgeschwiegen. Unterstützend kann ein sinnvolles Sexualkonzept sein, an dem sich alle Betroffenen orientieren können. Zudem braucht es Weiterbildungen, um aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verantwortliche Fachpersonen im Bezug auf sexuelle Themen werden zu lassen.
Meine Fachberatung stärkt die Arbeit Ihres Teams, beantwortet offene Fragen und hilft den Umgang mit Ihrem Klientel professioneller und achtsamer zu gestalten. Ich biete Ihrer Institution oder Ihrem Verein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Vorträge, Konzeptarbeit und Workshops an. Investieren auch Sie in die sexuelle Bildung.

Ein Massnahmenvollzug geht neue Wege

Das Jugendheim Lory Münsingen ist eine Institution für junge Frauen. Seit 2015 unterstütze ich das Jugendheim in sexuellen Fragen:
Ich bilde die jungen Frauen in regelmässigen Frauenstunden zu sexuellen Themen weiter, in Einzeltherapiesitzungen arbeite ich mit ihnen unter anderem an Themen wie Impulskontrolle, Körperwahrnehmung, Entspannungsmethoden und Selbstakzeptanz. Alle 3 Monate besuche ich die Teams zu Fortbildungszwecken. Im Oktober 2018 hat die Institution ein mit meiner Unterstützung erarbeitetes Sexualkonzept und ein Präventions- und Schutzkonzept gutgeheissen und geht damit neue Wege.