Der Beckenboden - Prävention und Therapie

Inkontinenz (unfreiwilliger Urin- oder Stuhlabgang), Rückenbeschwerden, Organsenkungen, Verstopfung und Erektionsstörungen sind Folgenprobleme einer Beckenbodenschwäche. Der Beckenboden ist ein Netzwerk von Muskelfasern, Bindegewebsschichten sowie Faszien und liegt zwischen Schambein, Steissbein und den beiden Sitzbeinhöckern. Er steht in engem Zusammenhang mit der Atmung und der Körperhaltung und gilt als Schlüssel zu mehr Stabilität der Wirbelsäule. Folglich beeinflusst er unsere Figur und ist dadurch für unser inneres und äusseres Erscheinungsbild mitverantwortlich. Die Beckenbodenmuskulatur ist beteiligt an der Sicherung der Kontinenz, denn diese Muskeln helfen der Harnröhre dicht zu bleiben. Er spielt zudem eine sehr wichtige Rolle in der Sexualität. Der Beckenboden wird auch „Liebesmuskel“ genannt.

 

Inkontinenz

Häufig zeigt sich eine Beckenbodenschwäche mit einer Inkontinenz. Sie ist oft für den betroffenen Menschen ein einschneidendes Problem und eine grosse Herausforderung. Es ist nach wie vor notwendig, das Tabu zu brechen und über Inkontinenz zu sprechen. Ungenügende Kenntnisse und deren Behandlungsmöglichkeiten wie unter anderem das Beckenbodentraining, halten viele Frauen und Männer davon ab, sich zu informieren und sich bei einer Fachstelle individuell beraten zu lassen. 

Prävention

Ob jung oder alt, ob Mann oder Frau; jeder Mensch kann von Beckenbodenproblemen betroffen sein. Die Beschwerden reichen von sporadischem, wenig störendem Urinverlust, über Verunsicherung (Geruch, Nässe) bis zum Rückzug aus der Gesellschaft mit den Folgen der Vereinsamung. Bis 40% der Frauen über 50 Jahren leiden an Urininkontinenz unterschiedlichen Ausmasses: in der Schweiz sind dies somit etwa 500'000 Frauen, welche sich irgendwann mit diesem Thema auseinander setzen müssen. Wenn sich Symptome einer Blasen- oder Beckenbodenschwäche bemerkbar machen, können diese mit Beckenbodentraining gebessert oder sogar geheilt werden. 

Erektionsstörungen

Das gesamte Gewebe verliert mit zunehmendem Alter an Elastizität, so auch die Blutgefässe des Penis und das Schwellkörpergewebe. Dies kann zu weniger häufigen und kürzeren Erektionen führen. Auch bei Männern, die viel sitzen, Übergewicht haben und sich wenig bewegen ist die Blutversorgung des Penis oft vermindert und es treten Erektionsstörungen auf.
Nach Prostataoperationen ist es sehr wichtig, die Durchblutung des Penis zu trainieren und die Schwellkörper medikamentös zu durchbluten, um einer Veränderung der Strukturen infolge Mangeldurchblutung vorzubeugen. Auch ein Training vor der Operation ist sinnvoll und wird immer noch vernachlässigt.

Haben auch Sie Schwierigkeiten mit einem schwachen Beckenboden? Sprechen Sie mich an. Ich berate Sie gerne bei Ihren Fragen in einer Einzelstunde oder informieren Sie sich über laufende oder anstehende Beckenbodenkurse unter der Rubrik Workshops und Referate.